Während des WK 2008 hat der Dienst «Kommunikation Information Medien» (KIM) wie gewohnt, jedoch erstmals in Farbe mit «Altenberg heute» rund um die Zivilschutz-Kompanie und den Euro-Einsatz informiert. Sämtliche Ausgaben sind als PDF-Download in Bildschirm- und Druckqualität erhältlich – auch jene aus den beiden Vorjahren.

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Tag eins nach der «Euro 08», wenigs­tens aus helvetischer Veranstaltersicht. Zeit für Bilanzen – und die fallen aus Zivilschutz-Optik zwar gemischt, unter dem Strich aber positiv aus. Martin Halbeisen, Leiter Zivilschutz Baselland, lobte am gestrigen Rapport insbesondere die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kompanien. «Es wurde sehr viel Flexibilität gezeigt.»

So sei es hinter vorgehaltener Hand auch kein Zufall gewesen, dass beispielsweise der kurzfristige Beleuchtungsauftrag für den Basler Marktplatz nicht an den ortsansässigen Dienst, sondern an eine Baselbieter Kompanie erteilt wurde. Dass insbesondere bei der Zusammenarbeit mit exter­nen Auftraggebern, wie beispielsweise dem öffentlichen Verkehr, Leerläufe für die Zivilschützer entstanden, wollte er nicht von der Hand weisen. Auch Altenberg-Kommandant Moritz Blaser ist mit der Mannschaft «sehr zufrieden» – selbst für die «drohende» Betreuung gestrandeter Fans nach dem Spiel in Basel konnten Freiwillige gefunden werden, die dann allerdings nicht in den Einsatz musste. «Besonders gefällt mir in diesem WK das Zusammenspiel der teils ad hoc zusammengewürfelten Grupierungen», so Blaser.

Zudem kommt die Ausbildung im diesjährigen WK nicht zu kurz: Seit gestern trainieren Teile der Unterstützung (Ustü) beim Rückbau einer Garage den Umgang mit den Gerätschaften.

Anpfiff zum diesjährigen Altenberg-WK. 8 Uhr. Schulhausplatz Schönthal. Ein vertrauter Anblick, wie die einzelnen Dienste für die Begrüssung durch Kommandant Moritz Blaser in Reih und Glied stehen. Und doch ist im WK 2008 Vieles anders. Nach Blasers Worten teilen sich die «Altenbergler» nämlich in viele kleine Grüppchen auf – während den kommenden acht Tagen (bis und mit Montag, 30. Juni) ist nämlich Schichtbetrieb angesagt.

«Es ist entsprechend schwer abzuschätzen, wie der WK heute gestartet ist», sagt Blaser im Gespräch mit «Alten­berg heute», er habe aber vollstes Vertrauen in die Mannschaft.

Einsatz in der Stadt Basel

Flexibilität, das Schlagwort im diesjährigen WK gelangt am Mittwoch bereits zur Anwendung. Für das Halbfinalspiel zwischen der Türkei und Deutschland haben die «Altenbergler» nebst der P+R-Bewirtschaftung in Pratteln und Aesch sowie der Absperrung des Verkehrsperimeters eine zusätzliche Aufgabe erhalten: In den «Public Viewing»-Zonen auf dem Marktplatz und Claraplatz (neu an Stelle des Messeplatzes) gilt es, eine sogenannte Fluchtzonenbeleuchtung einzurichten – auf beiden Plätzen in der Stadt Basel werden zu diesem Zweck je vier Personen benötigt. «Bei totalem Stromausfall kommen diese zum Einsatz, um so eine Panik unter den Fussballfans zu verhindern», erklärt Blaser.

Bis auf Weiteres wird die Zivilschutzstelle Altenberg in der Gemeindeverwaltung Füllinsdorf (Mitteldorfstrasse 4) jeweils am Dienstag von 13 bis 17 Uhr geöffnet sein.

Geführt wird diese in Stellvertretung von Peter Senn, Fourier der Zivilschutz-Kompanie Altenberg. Er vertritt Christine Meier, die ab sofort im Schwangerschaftsurlaub ist. Die Zivilschutzstelle bleibt auch in dieser Zeit über die Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Die «Altenberger» wünschen Christine Meier alles Gute – und auf ein baldiges «Welcome back»!

Schluss mit dem «Vorgeplänkel» – noch drei Mal 90, eventuell 120 Minuten, und der Fussball-Europameister 2008 steht fest. Dem Ende neigt sich gleichzeitig aber auch der grösste Einsatz des Baselbieter Zivilschutzes entgegen. Und mittendrin statt nur dabei: die «Altenbergler».

Die Aufgaben an den Einsatzorten – den «Park+Ride»-Anlagen in Pratteln und Aesch sowie am Basel-Spieltag (Mittwoch) am Verkehrsperimeter – erfordern vom Kommando einen ausgeklügelten Schichtbetrieb. «Jeder muss deshalb während der Woche konzentriert zuhören, wann und wo er wieder im Einsatz stehen wird», gibt Altenberg-Kommandant Moritz Blaser mit auf den Weg. Und wirbt schon im Vorfeld für Verständnis: «Leerzeiten werden in diesem WK nicht zu vermeiden sein.»

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Unerfreulich hat die Fussball-Euromeisterschaft 2008 nicht nur für die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft begonnen – auch rund 150 tschechische Fans staunten nicht schlecht: Auf Grund des Nachtflugbevorts sassen diese kurzerhand auf dem EuroAirport Basel-Mulhouse fest und trafen um 0.45 Uhr am frühen Sonntagmorgen mit einer Polizei-Eskorte und Marcus Müller, Leiter AMB Baselland, in der BSA Schönthal in Füllinsdorf ein.

Dort wurden diese von Betreuern und Teilen des Logistik-Dienste der Zivilschutz-Kompanie (ZS Kp) Altenberg aufgenommen und betreut. Fehlinformationen am Flughafen sorgten für Missverständnisse und zum Teil lautstarken Protesten bis 4 Uhr morgens: «Offensichtlich erwarteten die Fans ein Hotel», sagt Moritz Blaser, Kommandant der ZS Kp Altenberg, «sie weigerten sich, in der Anlage zu übernachten.»

Rund 40 Fans besonnen sich in der Folge eines Besseren und wurden am Sonntagmorgen nach dem Frühstück zurück zum Flughafen transferiert. «Für allfällige Lärmbelästigungen und Umtriebe entschuldigen wir uns natürlich bei den Anwohnern des Schönthals», so Blaser.

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