NIDWALDEN / Die Zivilschutz-Kompanie Altenberg hat bei der Bewältigung der Unwetterschäden tatkräftig Hand angelegt – und erntete damit von allen Seiten viel Lob. 2006 soll die Partnerschaftshilfe fortgesetzt werden.

Alle sind sich einig, diese Frage ist einfach zu beantworten: Die Zugführer der einzelnen Dienste der Zivilschutz-Kompanie (ZS Kp) Altenberg – dem Zusammenschluss der Gemeinden Frenkendorf, Füllinsdorf, Arisdorf, Giebenach und Hersberg – werden von Kommandant Kilian Weber beim diesjährigen Jahresrapport aufgefordert, die wichtigste Erkenntnis 2005 kurz zusammenzufassen. Und unisono heisst diese: Die Kompanie ist für Ernstfälle gewappnet, der Nothilfeeinsatz in Nidwalden hat tiefe Eindrücke hinterlassen. Ende August standen rund 40 Angehörige der ZS Kp Altenberg in Stans, Ennetbürgen, Wolfenschiessen und Oberrickenbach im Einsatz. «Wir sind müde, aber wir kommen zurück», erklärte der stellvertretende Kommandant Michael Begert unmittelbar nach der Rückkehr. Mit anderen Worten heisst dies: Für 2006 ist – zumindest für einen Teil der Kompanie – der WK in besagten Gebieten in Planung. Finanziell lässt sich das Ausmass der Naturgewalten mittlerweile einigermassen einordnen: Rund 2,6 Milliarden Franken betragen gemäss aktuellen Schätzungen der kantonalen Gebäudeversicherungen die Schäden. Ein Rekord im negativen Sinn. Doch die Überschwemmungen, Schlammlawinen und Hangrutsche haben viele weitere, nicht bezifferbare Spuren hinterlassen.

«Die Bevölkerung hat uns sehr herzlich empfangen», blickt Begert zurück – die Aufräumarbeiten gingen Hand in Hand. Fast schon als Ironie des Schicksals machten hochsommerliche Temperaturen den Zivilschützern am meisten zu schaffen; nur noch schwer vorstellbar, welche Unwetter wenige Tage zuvor hier ihr Unwesen getrieben hatten. Als besonders herausfordernd erwies sich unter anderem das Abtragen eines Schuttkegels, der sich in Stans unmittelbar über einem Spital angesammelt hatte. «Die Moral der Truppe ist erstklassig», hatte Weber damals am Mobiltelefon ins Baselbiet gemeldet, wo die Homepage www.altenberg.ch für Angehörige und andere Interessierte mittels kleinem Tagebuch laufend informierte.

Der Einsatz, der in Zusammenarbeit mit dem Muttenzer Zivilschutz über die Bühne ging, weckte grosses Interesse. «Heute hat sich Regierungsrätin Sabine Pegoraro für eine Stippvisite angemeldet», hiess es am Donnerstag jener Woche – und diese zeigte sich beeindruckt: «Anlässlich meines Besuches konnte ich mir ein Bild über ihre Arbeit machen und durfte erfreut feststellen, dass die Zivilschutz-Kompanie Altenberg hervorragende Arbeit leistet», hält sie rückblickend fest. «Sie haben echte Solidarität gelebt und persönliche Interessen zurückgestellt.» Auch in Sachen mediale Präsenz verdiente sich die ZS Kp Altenberg Bestnoten: Moritz Blaser, Zugführer Betreuung, kam in der Nachrichtensendung «7vor7» auf Telebasel ausführlich zu Wort.

Bei der Rückkehr am 1. September wurden die «Altenbergler» durch die Gemeinderäte und Martin Halbeisen, Leiter des Zivilschutzes beim Amt für Militär und Bevölkerungsschutz (AMB) empfangen und verabschiedet. Doch damit nicht genug: Allen Teilnehmenden des Einsatzes in Nidwalden flatterte in den vergangenen Tagen eine Einladung in Haus: Am 21. Oktober wird in der Hütte der Bürgergemeinde Giebenach kameradschaftlich angestossen – und dies im Wissen, Grosses geleistet zu haben.

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